Anwendungsvorschläge für HAILS KARTEITRAINER mit Deckel


Wörter-Reparaturwerkstatt:



Nehmen wir an, es sei beim Diktat passiert: „Fahrrad“ ohne h geschrieben, „Polizei“ mit tz. Dann lassen Sie doch diese Fehlerwörter nun einmal auf Karteikärtchen schreiben. Auf der Vorderseite fragmentarisch vielleicht (P_l_z_i),
(Fa_ _ _a_), auf der Rückseite ausgeschrieben. Oder in der Art und Weise, dass man sie auf der Vorderseite umschreibt und auf der Rückseite benennt. Und nun kommen die Wortkärtchen ins erste Fach des Karteitrainers und werden täglich etwa 10 Minuten geübt, zum Beispiel eine Woche lang. Etwa indem man das Wort visualisiert, auswendig aufschreibt und anschließend mit Hilfe der Rückseite kontrolliert. Oder indem man es zerlegt und wieder zusammensetzt. Oder ganz banal, indem man es zwei- bis dreimal richtig abschreibt. Und danach wandern jene Wörter, die richtig geschrieben wurden, ins nächste Fach des Karteitrainers, während neue verbesserte Fehlerwörter in das erste Fach kommen. Mit diesen wird wieder eine Woche lang täglich geübt.
Und die Wörter aus dem zweiten Fach? Nun, mit ihnen wird natürlich ebenfalls geübt, aber erst, wenn das zweite Fach voll ist.
Wörter des zweiten Faches, die beim Üben falsch geschrieben werden, kommen wieder ins erste Fach, die richtig geschriebenen hingegen wandern weiter ins dritte Fach. Und wenn das dritte Fach voll ist, wird auch mit diesen Wörtern geübt. Und wieder wandern die falsch geschriebenen Wörter zurück ins erste Fach, während die richtigen ihren Weg ins nächste Fach fortsetzen dürfen.
Diejenigen Wörter aber, die im letzten Fach angekommen sind und immer noch richtig geschrieben wurden, dürfen schließlich den Karteitrainer verlassen und machen neuen nachrückenden Übungswörtern Platz. 
In dieser Weise ist der Karteitrainer besonders gut in der Wochenplan- und Freiarbeit einsetzbar.

Zu trocken, finden Ihre Schüler?

Auch kein Problem. Denn unser Karteitrainer ist ja flexibel und mit vielen Unterrichtsformen kompatibel. Setzen Sie ihn doch einfach im Rahmen von Partner-, Schleich- oder Dosendiktaten ein. Dann sind es eben Karteikärtchen statt zerschnittenen Textblättern, die im Klassenzimmer auf die Reise gehen oder in die Dose wandern. Natürlich kann man sich auch seine Lernwörter vom Partner in Geheimschrift aufschreiben lassen und anschließend wieder entschlüsseln. Oder man kann sie lautieren,  Buchstaben für Buchstaben aufschreiben, auf- und abbauen, stempeln, in den Sand schreiben oder in Sprechsilben zerlegen und „schwingen“. Dann kommt Bewegung ins Klassenzimmer.

Und eine Abwandlung



erfährt die Geschichte auch, wenn Sie statt Einzelwörtern Wortfamilien oder Wortfelder auf die Karteikarte schreiben lassen – also z. B. das gesuchte Namenwort auf die Vorder- und seine Verwandtschaft auf die Rückseite. (Natürlich muss nach der Verwandtschaft erst einmal im Wörterbuch gefahndet werden, doch auch das ist eine lohnenswerte Übung für Ihre Schüler.) In dieser Weise verwendet, dient der Karteitrainer der Wortschatzerweiterung und der Erfassung rechtschreiberischer Phänomene in Einem – außerdem wird der sprachliche Spürsinn und das Gefühl für orthographische Ableitungen geschult. Eine solche Kartei kann dann auch im Aufsatzunterricht mitbenutzt werden und wird den Kindern helfen, treffende Adjektive oder Adverbien zu bestimmten Sachverhalten zu finden. )

Grundwortschatz:



Noch sinnvoller lässt sich der Karteitrainer nutzen, wenn Sie ihn schon zu Beginn der Schulzeit ihrer Kinder zum Einsatz bringen und einfach alle neu gelernten Wörter in Form eines Grundwortschatzes dort festhalten lassen. Kurbelt gehörig die Motivation an, wenn man an der Anzahl der bearbeiteten Kärtchen ablesen kann, wie viele Wörter man schon – richtig – schreiben kann!! Und wenn es Woche für Woche mehr werden!! Vielleicht sollten Sie in den ersten zwei Schuljahren alle fertig bearbeiteten Kärtchen in einer bunten Dose sammeln lassen. Sodass jedes Kind optisch erfassen kann, wie viel es seit dem Beginn seiner Schulzeit dazu gelernt hat. Denn eines ist klar – auch wenn nicht alle Kinder gleich schnell arbeiten, die Zahl der gelernten Wörter wird sich im Laufe der ersten zwei Schuljahre bei allen drastisch erhöht haben. Und allein das ist doch schon Grund genug, sich selbst einmal auf die Schulter zu klopfen.)

Verwendung als Vokabeltrainer im Fremdsprachenunterricht:



Funktioniert genau wie oben beschrieben, nur dass nun eine fremdsprachige Vokabel auf die eine und deren deutsche Übersetzung auf die andere Seite des Kärtchens kommt. Und wieder gehen die Kärtchen erst auf Wanderschaft, nachdem ihre Inhalte bereits die Eingangstür zum Gedächtnis gefunden und dort Einlass gefunden haben. Und wandern weiter und weiter, so lange, bis sie in die Zielgerade einlaufen und bereit sind, über die eng gesteckten Grenzen des Karteikästchens hinweg in die Freiheit zu springen. Während ihr geistiges Abbild – ihre Matrix sozusagen – fest verankert in jenen Gehirnregionen weilt, die wir das Langzeitgedächtnis nennen.
Ein Lernverfahren übrigens, das selbst in der gymnasialen Oberstufe noch zum Einsatz kommen  kann.

A propos Fremdsprachenunterricht:



Natürlich können Sie mit Ihren Schülern zusammen auch eine Fremdwörterkartei anlegen. Fremdwort auf die Vorder-, Erklärung oder „Übersetzung“ auf die Rückseite schreiben lassen. Fördert den Wortschatz, das Sprachverständnis und die Allgemeinbildung. Verschafft Wiedersehensfreude, wenn ähnlich lautende Wörter dann eines Tages im Fremdsprachenunterricht auftauchen – in Latein z. B. oder in Französisch.

Und wenn für Ihre Schüler die deutsche Sprache selbst eine Fremdsprache ist?

Na dann erst recht natürlich. Einsetzbar wie oben (beim Fremdsprachenunterricht) beschrieben, nur dass  statt einer deutschen vielleicht eine russische, griechische oder türkische Übersetzung auf die Rückseite kommt – mit der Einschränkung natürlich, dass Sie als LehrerIn vielleicht einmal nicht in der Lage sein werden, diese zu überprüfen. Doch  wenn das ein Problem darstellen sollte, so lassen Sie einfach statt einer Übersetzung ein Bild auf die Rückseite kleben. Und schon sprechen alle wieder die gleiche Sprache.)

Aufsatzkartei:



Und jetzt mal angenommen, Sie hätten etwas ganz anderes vor mit Hails Karteitrainer? Wollten gar keine Lernwörter auf die Reise durch die verschiedenen Fächer in dessen Innenleben schicken, sondern diese einfach nur sammeln lassen, damit sie später Ihren Schülern beim Aufsatz als Wortschatzkartei zur Verfügung stehen?

Ja, wer wollte Sie auch daran hindern?!
Tun Sie es!

Trotzdem könnte Ihnen dessen unterteiltes Innenleben natürlich zu Hilfe kommen, indem Sie in den verschiedenen Fächern entweder verschiedene Wortarten – Namenwörter, Zeitwörter, Eigenschaftswörter, Bindewörter – oder thematisch zusammengehörige Begriffe – Verben der Fortbewegung,  Verben des Sprechens, Verben der Angst, Verben der Freude – sammeln lassen. Möglich, dass da dann ein Karteitrainer gar nicht für alle Themen ausreichend ist. Nun, dann lassen Sie eben noch einen zweiten anlegen!! Hails Karteitrainer ist ohnehin eine Anschaffung für ein ganzes Schulleben – um nicht zu sagen für die Ewigkeit!! )

 
"Ja Herrschaftzeiten – sollte denn dieses Arbeitsmittel tatsächlich nur in sprachlichen Fächern einsetzbar sein?"

Bewahre, nein! Da könnten schon auch noch andere Fachlehrer ihre Freude dran haben!
In der Grundschule, in der Hauptschule, in der Realschule und im Gymnasium.
In Menuk, MNT und WZG, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Wollen Sie diese Anwendungsmöglichkeiten auch noch wissen?
Ja, dann lesen Sie doch einfach noch ein Stückchen weiter!


Einmaleins-Training:



Lassen Sie die Rechnung auf die Karteikarten-Vorderseite schreiben und das Ergebnis auf die Rückseite und verfahren Sie dann damit wie oben beschrieben.
(Natürlich kann die Verweildauer der Kärtchen in den einzelnen Fächern für schnellere Schüler auch verkürzt werden. Lassen Sie Ihre Schüler selbst das Tempo bestimmen!)

Klassenarbeitstrainer:



Für den Fall, dass Sie Ihren Schülern gestatten, den Karteitrainer mit nach Hause zu nehmen, lässt er sich natürlich auch als Übungsmedium zur Vorbereitung auf fast jede Klassenarbeit einsetzen.
(Zum Beispiel, indem man mathematische, chemische oder physikalische Formeln darauf unterbringen lässt – auf der Vorderseite die Bezeichnung, auf der Rückseite die Formel dazu.
Oder für Jahreszahlen und Ereignisse im Geschichtsunterricht –
für bedeutende Künstler und Musiker und deren Lebensdaten oder Werke in musischen Fächern –
für geographische Daten und die zugehörigen Örtlichkeiten –
oder für biblische Figuren und die mit ihnen verbundenen Ereignisse im Religionsunterricht.

(Und was fällt Ihnen hierzu noch ein?)

 

Und auch als „Musterkartei“ für gepresste Blumen im Biologieunterricht gibt er sich her!

Beauftragen Sie Ihre Schüler, Blumen oder kleinere Blätter zu sammeln und zu pressen und sodann auf die Vorderseite des Karteikärtchens zu kleben. Auf die Rückseite kommen nun einige stichwortartige Informationen zu diesem „Musterstück“ – bevorzugte Standorte, Blühzeit, Blütenstand, Blattform. Diese recherchieren die Schüler im Bestimmungsbuch – das fördert das selbsttätige Arbeiten. Lassen Sie für verschiedene Blütenformen oder Farben jeweils unterschiedliche Fächer anlegen.
Doch Achtung: Mit dieser Kartei werden Ihre Schüler nur glücklich, wenn die Kärtchen anschließend laminiert werden. Danach allerdings sind die Muster nahezu „unkaputtbar“ und Ihre Schüler haben  was „für´s Leben“, woran sie u. U. als Erwachsene noch ihre Freude haben können.

(Fragen Sie dazu auch nach Hails Laminierfolien, die in verschiedenen Mengen und Größen erhältlich sind!!))

Oder als Aufbewahrungsort für ein Quiz aus Schülerhand:



Sind Ihre Schüler kreativ und einfallsreich? Dann geben Sie ihnen doch einfach mal Hails Blanko-Karteikarten in die Hand und stellen Sie ihnen die Aufgabe, zu einem bestimmten Sachthema – wie z. B. Bauernhoftiere – ein eigenes Wissensquiz zu kreieren. Frage auf die Vorderseite, Lösung auf die Rückseite. Dabei ist der Karteitrainer groß genug, um Karten zu mehreren Quizthemen zu beherbergen, z. B. Bauernhoftiere, Zootiere, Wildtiere, Haustiere. Oder Informationen zu verschiedenen Herkunftsländern von Mitschülern – Türkei, Italien, Griechenland, Albanien. Oder Fahrzeuge: Autos, Motorräder, Flugzeuge, Schiffe.
Oder fragen Sie einfach einmal Ihre Schüler, was denen noch alles einfällt!!
Das Spiel lässt sich dann in Partner- oder Gruppenarbeit spielen und fördert das Allgemeinwissen. Und bei der Herstellung wird die Fähigkeit geschult, Sachverhalte selbst zu recherchieren und die gefundenen Informationen in eine handliche Form zu bringen.)



Und zum Schluss noch zwei TIPPS:

Wenn Ihnen Hails Karteitrainer außen noch zu farblos erscheinen sollten, regen Sie doch im Kunstunterricht Ihre Schüler dazu an, diese zu bemalen! Am besten mit Filzstiften, von denen bestimmte auch auf Kunststoff haften. Wetten, dass diese sie dann noch lieber benutzen?

Wenn es Ihnen mehr ums Aufbewahren von Karteikarten geht, dann fragen Sie am besten mal nach Hails Karteiständer im Format DIN A 5 quer!

(Text: pez)